Kein fußballerischer Leckerbissen, aber ein souveräner Auswärtssieg im Nachbarschaftsduell: Die FCK-Reserve setzte sich beim SV belafarm Beetz-Sommerfeld mit 4:2 (2:0) durch und bewies dabei vor allem Effizienz und Abgeklärtheit unter schwierigen Bedingungen.
Bei kräftigem Wind entwickelte sich früh ein zerfahrenes Spiel mit wenig Spielfluss. Beide Teams agierten vorsichtig, echte Derbyhitze wollte zunächst nicht aufkommen. Die Gäste nutzten jedoch den Rückenwind besser und kamen über Standardsituationen immer wieder in gefährliche Zonen. Ein Freistoß von Christoph Turkoska segelte nur knapp über das Gehäuse (10.), wenig später prüfte Florian Hornemann den Keeper mit einem wuchtigen Distanzschuss aus rund 25 Metern (17.).
Nach gut einer halben Stunde zahlte sich der Druck schließlich aus. Eine Ecke von Kevin Hergt wurde nicht sauber geklärt, sodass René Prahl im ersten Anlauf beim Schuss zunächst geblockt wurde, ehe Hornemann im zweiten Versuch nachsetzte und den Ball zur Führung über die Linie drückte – 0:1 (31.). Nur zwei Minuten später legten die Schwarz-Weißen nach: Nach einem Doppelpass mit Hornemann setzte sich A-Junior John-Luca Wörtzel stark durch und schob überlegt zum 0:2 ein (33.).
Kurz darauf hätte Hornemann beinahe erhöht, doch nach einem Abpraller wurde sein Versuch durch Sommerfelds Torwart Runar Sigmundsson noch ins Außennetz gelenkt (34.). Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hausherren engagierter und kamen zum Anschluss. Ein verdeckter Abschluss von Jonathan Rücker schlug im langen Eck ein – 1:2 (47.). Sommerfeld investierte nun mehr, doch die Kremmener Defensive hielt stand und ließ nur wenig zu.
Offensiv blieben die Gäste zielstrebig. Turkoska legte mit dem Rücken zum Tor auf Malik Neumann ab, dessen Versuch aus elf Metern jedoch über das Tor ging (58.). Auch Lucas Wünsch suchte den Abschluss nach einer Ecke von Hergt, verfehlte jedoch knapp das Ziel (65.). Wenig später stellte der FCK II den alten Abstand wieder her. Über Turkoska und Hornemann landete der Ball bei Wörtzel, der präzise in die lange Ecke zum 1:3 traf (66.) und damit seinen ersten Doppelpack im Männerbereich schnürte.
Die Entscheidung fiel nach einem weiteren Standard. Nach einer Ecke von Hergt kam Turkoska per Kopf zum Abschluss, der Ball wurde jedoch von André Hututuc auf der Linie mit der Hand geklärt. Die Konsequenz: Rote Karte und Strafstoß, den Turkoska souverän zum 1:4 verwandelte (73.).
In Überzahl kontrollierten die Gäste die Partie, ohne jedoch weiter nachzulegen. Stattdessen unterlief ihnen in der Schlussphase ein Leichtsinnsfehler. Nach Ringereinlage von Wünsch an der Strafraumgrenze entschied Schiedsrichter Christopher Witte auf Elfmeter, den Rücker zum 2:4-Endstand verwandelte (85.).
Am Ende blieb es bei einem verdienten Auswärtssieg, der vor allem auf Effizienz und einer stabilen Defensivleistung basierte. Trotz wenig Spielfluss und schwieriger Bedingungen ließ sich der FCK II nicht aus der Ruhe bringen und brachte die Partie souverän über die Zeit.
FCK II: Herrmann (46. Stettin) – Melchert, Hergt, Grötzner, Neumann, Düring, Prahl, Wünsch, Wörtzel, F. Hornemann (74. Paulig), Turkoska



