Effizienz erst nach der Pause: Der FC Kremmen II tat sich lange schwer, setzte sich bei Fortuna Bredereiche am Ende aber verdient mit 4:1 (0:1) durch.
Zunächst tat sich die FCK-Reserve schwer, Struktur in ihre Aktionen zu bringen. Das Spiel wirkte fahrig, viele Angriffe wurden zu überhastet vorgetragen und versandeten frühzeitig. Dennoch erspielten sich die Gäste mehrere aussichtsreiche Abschlüsse. Deutlich zielstrebiger zeigte sich dagegen Bredereiche: Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Hausherren schnell um, profitierten in zwei Pressduellen von glücklichen Abprallern und nutzten ihre erste Gelegenheit eiskalt zur Führung (14.).
Kurz darauf kippte die Partie zumindest auf dem Papier. Florian Hornemann war auf dem Weg in Richtung Strafraum nur noch durch ein Foul von hinten zu stoppen. Da weder eine Chance bestand, den Ball zu spielen, noch ein weiterer Verteidiger eingreifen konnte, blieb dem Schiedsrichter Sebastian Mäder keine andere Wahl als die Rote Karte (17.). In Überzahl fand Kremmen jedoch zunächst kaum Lösungen. Anstelle kontrollierter Kombinationen bestimmten unpräzise lange Bälle und wenig abgestimmte Abläufe das Bild. Chancen zum Ausgleich waren vorhanden, wurden jedoch nicht genutzt.
Mit Wiederbeginn präsentierten sich die Gäste deutlich verbessert. Die Aktionen wirkten nun geduldiger und klarer strukturiert, während die Fortuna zunehmend in Bewegung gebracht wurde. Der Druck nahm spürbar zu – und zahlte sich schließlich aus. In der 60. Minute fiel mit der zehnten Torchance der längst fällige Ausgleich durch Matthias Baathe.
Nun war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Die Kremmener agierten sicherer, zielgerichteter und nutzten ihre Gelegenheiten konsequent. Ric Paulig drehte die Partie (69.), ehe René Prahl nur wenig später nachlegte (72.) und die Weichen endgültig auf Auswärtssieg stellte.
Den Schlusspunkt setzte Paul Arndt kurz vor dem Ende, als er den gegnerischen Schlussmann früh unter Druck setzte, den Ball eroberte und überlegt zum 4:1 einschob (88.). Weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten sowie ein Aluminiumtreffer rundeten eine ereignisreiche Partie ab.
Unter dem Strich steht ein verdienter Erfolg, der vor allem auf einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause und einer verbesserten Effizienz im Abschluss basiert.
FCK II: Stettin – Melchert, Hergt, Grötzner, Neumann (74. Eichholz), Prahl, Baathe, Paulig, P. Arndt, Wünsch, F. Hornemann (74. Herrmann)