Ein gebrauchter Nachmittag mit zu vielen offenen Räumen und Personalproblemen: Die FCK-Reserve hielt gegen den Tabellenzweiten FV Liebenwalde in Hälfte eins ordentlich dagegen, musste sich am Ende aber deutlich mit 2:6 (0:2) geschlagen geben.
Der Start lief direkt in die falsche Richtung. Tom Schuch zog von der linken Strafraumecke ab und traf präzise ins lange Eck zum 0:1 (7.). Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Mike Koger schickte Malik Neumann per Steckpass frei vor das Tor, doch dieser blieb an FVL-Keeper Dustin Bernthäusl hängen (11.). Kurz darauf öffnete Koger erneut den Raum, Christoph Turkoska und Florian Hornemann waren durch, der Lupfer ging jedoch am Schlussmann und am Gehäuse vorbei (12.).
Die Zweite bemühte sich trotz personeller Engpässe und einigen Routiniers um eigene Akzente, offenbarte in der Rückwärtsbewegung aber immer wieder Schwächen. Liebenwalde wirkte nicht immer sortiert und abgestimmt, kam durch einfache Raumgewinne dennoch zu klaren Chancen. Ferris Reinicke zwang Denny Stettin mit einem Schlenzer zur Parade (19.), ehe Pascal Wolf nach Pfostentreffer und Abpraller im Fünfer zum 0:2 abstaubte (24.).
Stettin verhinderte gegen Reinicke zunächst Schlimmeres (34.), während Koger nach Hergt-Flanke per Brust annahm, aus elf Metern aber frei vorbeisetzte (42.). Nach der Pause brachte ein Standard die Kremmener Hoffnung zurück. Kevin Hergt servierte einen Freistoß an den zweiten Pfosten, wo Matthias Baathe zum 1:2 einköpfte (56.). Wenig später hätte Turkoska nach fast identischer Variante ausgleichen müssen, setzte seinen Kopfball aber drüber (65.). Diese verpasste Chance rächte sich sofort.
Steve Gerlach tankte sich auf der Gegenseite durch und schob zum 1:3 ein (66.). Nur drei Minuten später bekam er aus 20 Metern zu viel Platz und traf flach ins Eck (69.). Damit war die Gegenwehr der Hausherren weitgehend gebrochen. Bei sommerlichen Temperaturen schwanden Kräfte und Konzentration, während der Favorit die Lücken nun konsequenter nutzte.
Ein Freistoß von Mike Ludwig rutschte Stettin zum 1:5 durch die Hände (84.). Nach einer Kremmener Ecke wurde ein Fehlpass zum Bumerang, Gerlach vollendete aus abseitsverdächtiger Position zum 1:6 (89.). Den Schlusspunkt setzte Turkoska mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 2:6 (90.).
Am Ende fiel die Niederlage deutlich aus, war aber nicht unerklärlich. Der FCK II hatte eigene Möglichkeiten, ließ diese aber in wichtigen Momenten liegen und verlor nach dem verpassten Ausgleich zunehmend den Zugriff. Liebenwalde zeigte sich vor dem Tor abgezockter, hatte hinten raus die deutlich bessere Kondition und nahm die Punkte verdient mit.
FCK: De. Stettin – Melchert, Schilling, Grötzner, Baathe, Koger (46. Harupa, 62. Eichholz), Hergt, Neumann, Wörtzel, F. Hornemann, Turkoska







