Turbulente Schlussphase bringt einen Punkt

Sechs Tore, wilde Wendungen und ein spätes Happy End: Die ersatzgeschwächte Erste holt beim SV Grün-Weiß Ahrensfelde III nach zweimaligem Rückstand noch ein 3:3 (2:1) und beweist dabei einmal mehr Moral.

Die Partie begann mit offensiven Ansätzen der Gäste, die früh versuchten, mit schnellen Vorstößen in die Tiefe für Gefahr zu sorgen. Mehrfach drang die Meißner-Elf in aussichtsreiche Zonen vor, ließ jedoch die letzte Konsequenz vor dem Gehäuse vermissen. Auf der anderen Seite meldeten sich die Hausherren erstmals durch Alexander Machinek, dessen Abschluss aus kurzer Distanz von Mike Koger pariert wurde (10.). Nach einer Ecke von Niclas Köpke strich ein Kopfball von Mark Lindemann nur knapp am Tor vorbei (14.), ehe Ahrensfelde zuschlug. Machinek schloss einen Konter überlegt in die lange Ecke zur Führung ab und profitierte dabei von Stellungsfehlern beim FCK (15.).

Der Tabellenführer zeigte sich jedoch unbeeindruckt und antwortete prompt. Köpke hob den Ball gefühlvoll über die Abwehr, Patrick Breyer blieb vor dem Tor eiskalt und stellte auf 1:1 (20.). In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einem weiten Freistoß von Lindemann kam der Ball über mehrere Stationen zu Felix Kirstein, der aus aussichtsreicher Position per Kopf vergab (28.). Kurz vor der Pause drehten die Schwarz-Weißen die Partie: Eine Ecke verlängerten die Gastgeber per Kopf, Breyer legte im Strafraum auf Sascha Hergst ab, der den Ball per Direktabnahme aus 16 Metern sehenswert in den Winkel jagte – 1:2 (44.).

In der Nachspielzeit verhinderte Tristan Kretschmer mit vollem Einsatz noch den möglichen Ausgleich, als er sich in eine Großchance aus kürzester Distanz warf (45.+2). Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel zunehmend. Ahrensfelde III nutzte die größer werdenden Räume konsequent und setzte die Gäste unter Druck. Pavel Moherchuk prüfte Koger direkt nach Wiederanpfiff (46.), wenig später musste der Schlussmann erneut gegen Machinek eingreifen (49.). Gegenüber machte der FCK kurz auf sich aufmerksam. Eine Hereingabe von Felix Kirstein schoss Jonas Arndt knapp vorbei (56.), während beim Aufsteiger mehrere gefährliche Szenen folgten.

Machinek tauchte nach einem Zuspiel durch mehrere Beine frei vor dem Tor auf, doch Lindemann klärte in höchster Not zur Ecke (69.). Auch der folgende Kopfball von Pascal Klinkmann verfehlte das Ziel knapp (69.). Der Druck der Hausherren zahlte sich schließlich aus. Nach einem schnellen Seitenwechsel setzte sich Moherchuk gegen mehrere Gegenspieler durch und bediente Luis Troschke, der zum 2:2 einschob (70.). Nur wenige Minuten später drehte Machinek die Partie komplett und guckte Koger zum aus 3:2 (75.).

Die Gäste wirkten in dieser Phase zu passiv und fanden kaum noch Zugriff auf das Geschehen. Dennoch gelang in der Schlussphase die erneute Wendung. Einen kurz ausgeführter Freistoß von Köpke bugsierte Hergst knapp über das Tor (81.). Wenig später führte eine energische Aktion über Kretschmer und Köpke auf der linken Seite zum entscheidenden Moment: Breyer wurde im Strafraum von Robin Schneider durch einen rüden Tritt zu Fall gebracht und der Gefoulte verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum 3:3 (83.).

Am Ende steht ein Remis, das sich für den FC Kremmen wie ein gewonnener Punkt anfühlt. Nach einer zwischenzeitlichen Führung und einer schwächeren Phase im zweiten Durchgang bewies die Mannschaft Moral und rettete sich in einem turbulenten Spiel noch zu einem wichtigen Zähler und hält die Ungeschlagen-Serie von 23 Ligaspielen aufrecht.

FCK: Koger – Pfaff, Lindemann (75. Meyhöfer), Kretschmer, König, P. Hornemann, Kirstein, J. Arndt (65. Olianetskyi), Hergst, Köpke, Breyer