Viel Spektakel passte nicht in diesen Sommerkick, drei Punkte aber sehr wohl. Der FCK II löste die kleine Ortsaufgabe gegen den FSV Hohenbruch mit einem unspektakulären, aber ungefährdeten 2:0 (2:0) und knackte damit eine Marke, die sich für die Zweite durchaus sehen lassen kann: 35 Punkte hatte man seit zehn Jahren nicht mehr auf dem Konto.
Auf dem Papier stand ein kleines Kremmener Ortsderby an, auf dem Platz blieb die große Würze jedoch weitgehend aus. Der perfekte Start half den Hausherren dabei enorm. Nach einer Eingabe von Lucas Zschiesche flutschte FSV-Keeper Daniel Jost das Leder durch die Finger, Florian Hornemann stand goldrichtig und schob ins leere Tor ein – 1:0 (1.).
Trotz der frühen Führung kam die FCK-Reserve nicht wirklich ins Rollen. Ohne die wichtigen Stammkräfte René Prahl, Kevin Hergt und Christoph Turkoska lahmte vor allem die Offensive merklich. Gegen die Schießbude der Liga fehlten Zug zum Gehäuse, Tempo im letzten Drittel und die zündende Idee, um Hohenbruch dauerhaft unter Stress zu setzen.
Ein wenig Gefahr entstand meist über Standards oder Einzelaktionen. Nach einer Ecke von Zschiesche rutschte die Kugel zu John-Luca Wörtzel durch, dessen Abschluss Jost mit dem Kopf über die Latte lenkte (24.). Auf der Gegenseite kam Hohenbruch durch einen weiten Freistoß von Tobias Noffke und den Kopfball von Tino Lauber zur besten Annäherung, doch der Versuch ging knapp drüber (27.).
Das Niveau blieb überschaubar, die Spielkontrolle aber klar bei den Schwarz-Weißen. Lucas Wünsch streifte mit einem Schuss aus halblinker Position die Latte und verpasste damit das zweite Tor (35.). Kurz vor der Pause legte Kremmen dann doch nach. Ein Ball in die Spitze fand Hornemann, der frei durch war und mit viel Übersicht quer durch die Schnittstelle der Abwehr auf Wünsch spielte. Der nahm das Leder sauber mit und schob mit dem zweiten Kontakt zum 2:0 ein (41.).
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie noch weiter. Die Hildebrandt-Elf, diesmal betreut von Lucas Penther, konnte oder wollte nicht mehr investieren als nötig, während die Gäste die Kremmener Defensive kaum ernsthaft auf die Probe stellten. Viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab, ohne dass daraus zwingende Szenen entstanden. Der Vorsprung geriet dadurch zwar nicht ins Wanken, ein echter Spielfluss entwickelte sich aber ebenfalls nicht mehr.
So plätscherte die Begegnung bis zum Abpfiff eher dahin. Kremmen II hielt Hohenbruch auf Abstand, verwaltete den Vorsprung ohne große Mühe und brachte den Heimsieg sicher über die Zeit. Schön war längst nicht alles, doch angesichts der anhaltenden Personalsorgen zählt am Ende vor allem die Ausbeute. Die Zweite sammelt weiter fleißig Punkte und steht punktemäßig nach diesem Arbeitssieg so gut da wie seit Jahren nicht mehr.
FCK II: De. Stettin – Melchert, Neumann, Grötzner (71. Stuth), P. Arndt, Düring, Jopp, Zschiesche (61. Eichholz), Wünsch, Wörtzel, F. Hornemann



