Mit 60 Fans im Rücken: Pokalreise geht weiter

Im Kremmener Osterkorb liegt die Fahrkarte ins Viertelfinale! Angetrieben von über 60 mitgereisten Fans bezwang der FCK in der Runde der letzten 16 die TSG Fortuna Grüneberg auswärts mit 3:1 (1:0) und setzte damit seinen beeindruckenden Siegeszug durch die aktuelle Saison fort.

Gemeinschaftsgefühl und Motivation zwischen Anhängern und Mannschaft wurden schon auf der Hinfahrt mit dem Bus gestärkt – und dieser Schulterschluss war auch dringend nötig. Erwartete die Gäste schließlich wieder ein bissiger Widersacher, dem man erst vor zwei Wochen an gleicher Stelle in der Liga begegnet war. Grüneberg legte auch mit dem Mut des Underdogs los und unternahm einige Vorstöße Richtung FCK-Tor, die allerdings noch ohne nennenswerte Abschlüsse blieben.

Kremmen ging zunächst in Hab-Acht-Stellung und suchte über weite Strecken nach einem geordneten Spielaufbau. Der Kombinationsfußball stockte – nicht aber in Minute 18. Dort ging es mit Direktpässen zwischen Felix Kirstein und Sascha Hergst in die Spitze zu Lukas Kraeft, der von TSG-Schlussmann Henrik Schmidt von den Beinen geholt wurde. Vom Strafstoßpunkt legte Patrick Breyer den Gastgebern das erste Ei ins Nest – 0:1. Nur wenige Momente später folgte fast das zweite.

Kraefts Heber aus 30 Metern nach einem Fehlpass von Schmidt landete knapp über der Querlatte (20.). Ruhe fand die Elf von Trainer Marco Meißner danach nicht, denn der Aufsteiger zeigte sich weiter aktiv. Mike Koger war gegen Lucas Heidel (22.) und Lukas Fröhlich (27.) ein sicherer Rückhalt. Und auf der anderen Seite ließ man eine Doppelchance für einen komfortableren Vorsprung liegen: Kraeft kam freistehend nicht an Schmidt vorbei.

Den Abpraller jagte Niclas Köpke aufs Tor, wo ein Grüneberger auf der Linie rettete (34.). Trotz der durchaus besseren Möglichkeiten lieferten die Kremmener bis zur Pause nur eine mäßige Leistung ab. Diese wurde weiter getrübt, nachdem man einen Fehlstart in die zweite Halbzeit erwischte. Konstantin Kramer schlenzte einen Freistoß von der rechten Strafraumgrenze zum 1:1 in die lange Ecke (48.). Die Wirkung dieser bitteren Pille hielt beim Kreisoberliga-Spitzenreiter jedoch nicht lange an.

In der 62. Minute wurde zurückgeschlagen. Eine druckvolle Hereingabe von Köpke verarbeitete Kirstein am Elfmeterpunkt stark und leitete zu Kraeft weiter, der per Direktabnahme sehenswert zum 1:2 traf. Wegen wiederholten Foulspiels musste der Mittelfeldmotor ab der 66. Minute vorzeitig vom Platz – genauso wie nur eine Minute zuvor der Grüneberger Henrik Ludwig. Das größere Raumangebot schien den Hausherren zunächst besser zu schmecken.

Sie gaben sich nicht auf und drängten auf den erneuten Ausgleich, doch der FCK konnte das meiste souverän wegverteidigen. Nur einmal rutschte den Schwarz-Weißen das Herz richtig in die Hose: In der 78. Minute zog Kevin Dahms an Jerome König vorbei in den Sechzehner und spielte von der Grundlinie quer in den Fünfer. Dort schoss Fröhlich aus zwei Metern irgendwie am Gehäuse vorbei.

Die Kaltschnäuzigkeit ist in dieser Saison stattdessen die Sache der Kremmener. So auch in der fünften Minute der Nachspielzeit, als die Gäste den Deckel auf die Partie machten. Kirstein setzte sich nach einem König-Einwurf mit Ball zwischen Theodor Grüber und der Außenlinie durch und hatte plötzlich viel Raum vor sich. In der 3:1-Überzahl behielt er die Übersicht, schaute Schmidt aus und schob zum 3:1-Endstand ein.

Das Glücksgefühl kosteten natürlich auch die Zuschauer aus, die gemeinsam mit ihrer Mannschaft die Rückfahrt in eine Party verwandelten. Viertelfinale, wir kommen!

FCK: Koger – Matuschak, Lindemann, König, Meyhöfer (31. Kretschmer), Lemcke, Kirstein, Köpke (69. Prien), Kraeft, Hergst (73. P. Hornemann), Breyer