Im letzten Spiel des Jahres blieb zwar so einiges an fußballerischen Szenen im Nebel verborgen, doch vor dem Tor bewies der FCK wie so oft eine beeindruckende Klarheit. So konnte sich gegen die Reserve von Einheit Zepernick beim 5:2 (1:0)-Sieg das Ergebnis wieder sehen lassen und eine nahezu perfekte Hinrunde fand ein gelungenes Finale.
Aufgrund der schwierigen Sichtverhältnisse hatten es sowohl die Akteure auf dem Rasen als auch die Zuschauer nicht leicht, den Durchblick zu behalten. Der pünktliche Anpfiff stand bis kurz vor 13 Uhr infrage. Anschließend erwischten die Gäste den besseren Start und prüften durch Theo Heinke (8., Dave Stettin im kurzen Eck) und Chris Nordau (17., Außennetz) die Standfestigkeit des Kremmener Tores. Die Hausherren mussten sich erwartungsgemäß einem aus der Landesliga-Elf verstärkten Gegner erwehren, der technisch zum oberen Regal der Liga zählt.
Der Spitzenreiter punktete jedoch mit einer wie gewohnt aufmerksamen Abwehrarbeit und klärte die Standardsituationen der Gäste meist resolut, auch weil diese sich des Öfteren zu verspielt vor dem Strafraum zeigten. Kremmen gab seinerseits Anschauungsunterricht in konsequenten Torabschlüssen und ging in der 23. Minute mit der ersten echten Chance in Führung. Marvin Prien kurbelte den Angriff zunächst an, Patrick Breyer passte anschließend stark durch die Schnittstelle zu Sascha Hergst, der kaltschnäuzig zum 1:0 einschob. Der FCK wurde vor allem nach Umschaltmomenten gefährlich.
Prien hätte in einem solchen beinahe auf 2:0 gestellt, blieb aber nach gutem Durchsetzungsvermögen am Fußreflex von Hendrik Zimmer hängen (26.). Bis zur Pause blieb Kremmen seiner kämpferischen und mannschaftlich geschlossenen Linie treu und sperrte sich rigoros gegen den ballsicheren Kontrahenten. Was den Tabellenführer zudem auszeichnete, war das eiskalte Ausnutzen der Zepernicker Unachtsamkeiten. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff vertändelten Zimmer und Verteidiger Johannes Klauser im Zusammenspiel den Ball an Breyer, der aus fast unmöglichem Winkel von der Grundlinie zum 0:2 vollendete (50.).








Als der Toptorjäger der Kreisoberliga nach einer Eingabe von Felix Kirstein im Strafraum gefällt wurde und den fälligen Strafstoß selbst zum 3:0 verwandelte (63.), schien alles für eine entspannte Restspielzeit angerichtet. Doch diese Ruhe erwies sich als trügerisch. Die SG Einheit, die sich mit dem Resultat bis dahin unter Wert verkaufte, blieb weiter am Drücker. Zweimal passten die Kremmener nicht auf, und plötzlich stand es nach Treffern von Nordau (71.) und Ariclation Oliveira Fernandes (77.) nur noch 3:2.
Der Weckruf kam jedoch gerade rechtzeitig, und in den Schlussminuten ging noch einmal ein mächtiger Ruck durch den FCK. Mit einem beherzten Tackling leitete Tristan Kretschmer in der 80. Minute den Angriff über Breyer und Lukas Kraeft ein, der Prien unter Druck mustergültig bediente. Mit einem herrlichen Schlenzer sorgte dieser für großen Jubel. Als mindestens ebenso sehenswert durfte sein zweiter Treffer eingestuft werden: Nach einer 50-Meter-Energieleistung von Kraeft über die rechte Außenbahn nahm der Rotschopf die butterweiche Flanke seines Kollegen volley im Rutschen perfekt ins Eck – 5:2 (83.).
Exemplarisch für die gesamte Hinserie ließen sich die Kremmener auch durch kurze Schwächephasen nicht aus der Ruhe bringen und punkteten erneut mit ihrer Abschlussstärke. Das gelungene sportliche Ende des Spieljahres 2025 war natürlich Grund genug, um später bei der Weihnachtsfeier ordentlich die Korken knallen zu lassen.
FCK: Stettin – Matuschak, Lindemann, Kretschmer (88. Paulig), J. Arndt, Lemcke, Kirstein (77. Krüger), Prien, Kraeft, Hergst (88. P. Hornemann), Breyer