Auswärtssieg trotz kniffligen Bedingungen

Mit einem weiteren ungefährdeten Sieg lässt sich die Frühlingssonne gleich doppelt genießen: Der FCK bleibt auch in Grüneberg in der Erfolgsspur. Trotz Personalsorgen geriet der 3:1 (2:0)-Erfolg bei der Fortuna bis auf eine kurze Ausnahme zu keiner Zeit in Gefahr.

Auf dem holprigen Platz des Aufsteigers, bei dem die Kremmener an diesem Tag erstmals seit 2013 wieder gastierten, waren fußballerische Leckerbissen Mangelware. Die in akuter Abstiegsnot steckenden Gastgeber starteten mit dem Mut der Verzweiflung recht forsch und verbuchten per Freistoß (6., knapp drüber) und Ecke (8., an die Latte) durch Jonas Lemke die ersten Torannäherungen. Der Tabellenführer suchte hingegen noch nach dem richtigen Handling für Gegner und Untergrund.

Im Zentrum fehlte die ordnende Größe, im Zusammenspiel die Lockerheit. So entstand die erste Chance eher zufällig. In Minute 14 reagierte Patrick Breyer nach einem Stockfehler eines Grünebergers schnell und wollte TSG-Keeper Henrik Schmidt überlupfen. Mit den Fingerspitzen lenkte dieser den Ball jedoch noch zur Ecke. Wenig später musste sich Schmidt aber geschlagen geben. Nach einem Einwurf nahm es Lukas Kraeft kurz hinter der Mittellinie mit drei, vier Gegenspielern auf und ließ sie alle stehen.

Sein Solo endete an der Strafraumgrenze, wo er mit einem sehenswerten Topspin-Schuss das 0:1 erzielte (18.). Kremmens Knoten löste sich in der Folge, und die Angriffe hatten nun mehr Nachdruck. Nach einem Konter über Lennhardt Meyhöfer verpasste Kraeft nur äußerst knapp seinen Doppelpack (20.). Man beschäftigte den Neuling der Kreisoberliga nun häufiger in der Gefahrenzone, traf aber in den entscheidenden Momenten oft die falschen Entscheidungen oder agierte unbedacht.

So ereigneten sich letztlich die einzigen zwei echten Schrecksekunden der Partie für den FCK. In der 35. Minute zog Kevin Dahms im Anschluss an eine Ecke von Konstantin Kramer im Sechzehner voll ab und zwang FCK-Torwart Mike Koger zu einer Glanzparade. Augenblicke danach mussten die Gäste nochmals auf der Linie klären. Kremmens Stärke besteht in dieser Saison darin, wichtige Zeitpunkte zu setzen und zu nutzen – abermals mit dem Pausenpfiff.

Den aus einem Rückpass resultierenden indirekten Freistoß verwandelte Tom Matuschak noch vor dem Kabinengang zum 0:2 (45.+4). Damit lebte die Elf von Trainer Marco Meißner in der zweiten Halbzeit deutlich leichter, zumal die Vorentscheidung nicht lange auf sich warten ließ. In der 55. Minute gewann Tristan Kretschmer beherzt sein Kopfballduell an der Außenlinie und schickte so Marvin Prien in den Lauf.

Nach Doppelpass mit Patrick Breyer foulte ihn Grünebergs Ole Menzel im Strafraum, was zum logischen Elfmeterpfiff des Schiedsrichters Milan Malios führte. Breyer verlud Schmidt gekonnt – 0:3. Der Spitzenreiter investierte nun nicht mehr allzu viel, häufte dennoch einige gute Möglichkeiten an, um das Torverhältnis aufzubessern. Breyer (59.), Kraeft (73.), Prien (84.) und Niclas Köpke (88.) konnten ihre Top-Gelegenheiten allerdings nicht in Zählbares ummünzen.

Auch die Fortunen steckten trotz fast aussichtsloser Lage nicht auf. Koger parierte im Eins-gegen-Eins mit Nico Jechow stark (60.), auch Kramer verzog aus guter Position (76.). Insgesamt verteidigten Mark Lindemann & Co. im Abwehrverbund in den entscheidenden Räumen jedoch nahezu alles weg. Nur einmal hatte der Abwehrhüne Pech, dass ihm bei einem Tackling der Ball gegen den ausgestreckten Arm sprang. Den Elfmeter verwandelte Lemke zum Ehrentreffer (90.).

Für die Kremmener war dieser Schönheitsfehler nur kosmetischer Natur. Der 17. Saisonsieg hält den Ligaprimus weiter auf Kurs, auch wenn das spielerische Niveau noch Luft nach oben lässt.

FCK: Koger – Matuschak, Lindemann, Kretschmer (75. Olianetskyi), König, P. Hornemann, Kraeft, Köpke, Meyhöfer (60. Paulig), Prien, Breyer