Zuhause eine Macht, in der Fremde im Pech: Auch beim Löwenberger SV II musste die FCK-Reserve eine schmerzhafte 2:1 (2:1)-Niederlage hinnehmen. Während die Heimspiele bislang makellos ablaufen, reißt der Knoten auf fremden Plätzen in dieser Saison einfach nicht. Dabei war auch in Löwenberg deutlich mehr drin, wie vor allem eine völlig dominante und druckvolle zweite Halbzeit zeigte.
Die Partie begann für Kremmen II allerdings denkbar unglücklich. Kaum war das Spiel angepfiffen, nutzte der Gastgeber seine allererste Offensivaktion über die linke Seite und schob durch Lukas Schmidtke mustergültig zum frühen Rückstand ein (7.). Der FCK II schüttelte sich kurz und fand danach besser in die Zweikämpfe. Eine feine Kombination über die linke Seite landete im Rückraum bei Florian Hornemann, dessen Abschluss der LSV-Torwart Randy Gawlik jedoch parieren konnte.
Kurz darauf schlug Löwenberg nach einem schnellen Konter eiskalt zu und stellte auf 2:0 (35., Andy Zeidler). Doch die Mannschaft von Nils Hildebrandt gab sich keineswegs auf: Kurz vor dem Pausenpfiff zirkelte Kevin Hergt einen Freistoß butterweich in den Strafraum, wo Christoph Turkoska am schnellsten reagierte und das Leder per Kopf über den Innenpfosten zum wichtigen 2:1-Anschlusstreffer im Kasten unterbrachte (42.). Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch der FCK.
Löwenberg zog sich tief in die eigene Hälfte zurück, verteidigte mit Mann und Maus und lauerte auf seltene Entlastungsangriffe. Kremmen drückte vehement auf den Ausgleich, ließ im letzten Drittel jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Pech kam hinzu, als ein wuchtiger Ball nur den Pfosten traf. Auch Philipp Pfaff mit einem gefährlichen Kopfball und Seth Schubert, der frei vor Gawlik im Abschluss etwas überhastet agierte, vergaben den mehr als überfälligen Ausgleich.
Am Ende steht eine unglückliche und ärgerliche Niederlage zu Buche, bei der aufgrund der klaren Leistungssteigerung und der Vielzahl an Chancen mindestens ein Punkt verdient gewesen wäre. Nun gilt es, den Mund abzuwischen, die Auswärts-Blockade im Kopf zu lösen und den Fokus auf die kommende Woche zu richten, wenn das kleine Derby zuhause gegen den FSV Hohenbruch ansteht.
FCK II: Koger – Melchert, Pfaff, C. Schubert, S. Schubert, Hergt, P. Arndt, Kultau (74. Grötzner), Wünsch, F. Hornemann (56. Zschiesche), Turkoska