Unter Druck geraten und trotzdem gewonnen: Die Erste hat auch zum Rückrundenauftakt gegen den SV Glienicke den Nimbus der Unbesiegbarkeit gewahrt und die Tabellenführung weiter ausgebaut. Am Ende stand ein glanzloser, jedoch zweckmäßiger 2:0 (2:0)-Erfolg.
Mit nur einem Testspiel und zwei Trainingseinheiten im Freien bewegten sich die Kremmener im Vorfeld des Spiels ein wenig in Ungewissheit über die eigene Verfassung. Der Start glückte allerdings, denn bereits nach sieben Minuten zappelte der Ball das erste Mal im gegnerischen Netz. Jerome König hatte Felix Kirstein auf Rechtsaußen steil bis zur Grundlinie geschickt. Dessen Flanke bekam SVG-Keeper Sascha Grundei nicht zu fassen. Marvin Prien nahm die Kugel auf und wurde kurz vor dem Torabschluss im Strafraum von hinten zu Fall gebracht. Patrick Breyer verwandelte vom Elfmeterpunkt souverän – 1:0.
In der Folge waren es fast ausschließlich die Glienicker, die mit dem Ball das Sagen hatten und den FCK ins Hintertreffen zwangen, ohne sich wirklich brandgefährliche Chancen zu erarbeiten. Während die Hausherren um die zweikampfstarke Innenverteidigung mit Mark Lindemann und Philipp Pfaff in der Defensive die Oberhand behielten, fehlte nach vorne oft die richtige Abstimmung. Kontersituationen entstanden im Ansatz, verpufften jedoch durch fehlende Präzision und falsche Laufwege. Dafür nahmen sie es mit der Effektivität vor dem Tor genauer.
In der 22. Minute landete ein weit aus der eigenen Hälfte geschlagener Freistoß von Lindemann genau bei Neuzugang Philip Degener, der bei seinem FCK-Debüt zum 2:0 traf. Danach blieb es bei der optischen Überlegenheit der Gäste, die eingespielter wirkten. Wirklich auf der Hut mussten die Kremmener nur sein, als Marek Schroller den etwas zu spät aus dem Tor eilenden Dave Stettin überlupfte (14., vorbei) und König aus dem Gewühl auf der Torlinie klärte (17.). Ohne weitere große Höhepunkte nach dem 2:0 tauschten beide Teams die Seiten.
Im zweiten Durchgang nahm das Anrennen der Randberliner weiter zu, wobei der FCK die Abwehrschlacht tapfer annahm und sich beharrlich in jedes Duell um den Ball warf. Auch das Glück meinte es an diesem Tag gut mit dem Tabellenführer. Sowohl beim Freistoß von Leon Pannewitz (62.) als auch beim Schlenzer von Schroller (81.) rettete die Latte für die Elf von Trainer Marco Meißner, der mit dem Abpfiff noch die Gelb-Rote Karte für Tristan Kretschmer wegen einer Unsportlichkeit mit ansehen musste, sich aber natürlich über die drei Punkte und das „Zu-Null“ seiner Mannen freute.
„Es war kein einfaches, sondern ein mental forderndes Spiel ohne großen Glanz, aber genau solche Partien muss man erst einmal gewinnen. Die Mannschaft hat defensiv geschlossen gearbeitet, als Team agiert und vorne effektiv gespielt. Die Serie von 16 ungeschlagenen Spielen und der Pokalerfolg sind kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit, Charakter und Zusammenhalt. Gleichzeitig wissen wir, dass noch mehr in uns steckt und wir uns Schritt für Schritt weiter verbessern wollen“, so das Fazit des Coaches.
FCK: Stettin – Pfaff, Lindemann, Kretschmer, König, Bach, Kirstein, Degener (60. Meyhöfer), Breyer, Hergst, Prien (70. Paulig)












