Achterbahnfahrt mit glücklichem Ende

Starker Start, kurzer Einbruch, großer Kampf: Der FC Kremmen II gewinnt ein intensives Kreispokalspiel gegen die Falkenthaler Füchse II mit 3:2 (3:2) und steht im Viertelfinale. Dabei erlebten die Zuschauer eine erste Halbzeit mit hohem Tempo und fünf Toren sowie eine zweite Hälfte, die ganz im Zeichen des Pokalfights stand.

Kremmen startete furios in die Partie und setzte die Gäste früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase wurde die Überlegenheit belohnt: Nach einem sehenswert herausgespielten Angriff über Robert Lemcke und Niclas Köpke wurde der Ball von der linken Grundlinie mustergültig quergelegt, wo Florian Hornemann zur Führung einschob (4.).

Auch das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten. Lemcke erhöhte auf 2:0, als er nach seinem Pfostentreffer am schnellsten schaltete und den Abpraller eindrückte (13.). Zu diesem Zeitpunkt schien Kremmen das Spiel klar im Griff zu haben – insbesondere in den ersten 25 Minuten dominierte die Heimelf das Geschehen deutlich.

Doch mit zunehmender Spielzeit verlor die FCK-Reserve etwas den Faden. Die Füchse kamen besser ins Spiel, auch begünstigt durch nachlassende Konsequenz der Gastgeber. Der Anschlusstreffer durch Florian Koch fiel spektakulär: Ein Sonntagsschuss aus rund 35 Metern schlug unhaltbar im linken Winkel ein (30.) – ein echtes Traumtor, bei dem Torhüter Dave Stettin zuvor sogar noch mit einer starken Parade auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Kurz darauf folgte der Ausgleich. Nach einem Foulspiel im Strafraum entschied der Schiedsrichter Lucas Maximilian Grimm folgerichtig auf Elfmeter, den Falkenthal II in Person von Stefan Gorzelany sicher verwandelte (39.). Stettin war auch hier ohne Abwehrchance. Doch Kremmen zeigte Moral und schlug noch vor der Pause zurück: Mit dem Halbzeitpfiff zog erneut Lemcke von der Strafraumkante ab und traf präzise ins rechte untere Eck zur 3:2-Führung.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann zu einem typischen Pokalspiel. Viele Zweikämpfe, Unterbrechungen und eine aufgeheizte Atmosphäre prägten das Geschehen. Der Referee hatte Mühe, die Partie jederzeit unter Kontrolle zu halten, und verteilte mehrere Karten – auch aufgrund von Diskussionen und Unsportlichkeiten.

Spielerisch hatten die Gäste aus Falkenthal im zweiten Durchgang leichte Vorteile, konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Der FCK II verteidigte leidenschaftlich und warf alles in die Waagschale, um den knappen Vorsprung zu sichern. Am Ende blieb es beim 3:2-Erfolg für den FC Kremmen II, der sich dank einer starken ersten Halbzeit und großem Kampfgeist im zweiten Durchgang den Einzug in die nächste Pokalrunde sicherte.

FCK: Stettin – Melchert, Hergt, Prahl, Düring, Olianetskyi, Paulig (77. Reiter), Lemcke, Köpke, Wörtzel (86. P. Arndt), F. Hornemann (77. Wünsch)